restyl·ai Startseite Kostenlos ausprobieren

restylai Blog

Standard Raumgrößen: Maße für jeden Raum

Aktualisiert am Juli 31, 2026 · vom restylai-Team

Dasselbe Zimmer möbliert mit freien Durchgängen Ein leeres Wohnzimmer mit warmweißen Wänden und einem Eichenboden Vorher Möbliert
Dasselbe Zimmer. Was hineinpasst, ist eine Frage der Laufwege, nicht der Fläche. Zieh am Schieberegler.

Es gibt keine universelle Standard-Raumgröße. Die Zahlen variieren je nach Land, Epoche und Gebäudetyp, und alles, was als Standard veröffentlicht wird, ist eher ein typischer Richtwert als eine feste Regel. Im Folgenden findest du die Maße, die für die meisten Wohnungen gelten, und, was noch nützlicher ist, was tatsächlich in die jeweiligen Räume passt.

Zwei Zahlen sind wichtiger als die reine Quadratmeterzahl, und keine davon ist die Fläche. Die erste ist die kürzere Wand, die darüber entscheidet, was physisch überhaupt in den Raum passt. Die zweite ist der Laufweg durch den Raum, der darüber entscheidet, ob das Wohnen dort komfortabel ist. Eine reine Quadratmeterzahl sagt dir fast nichts.

Hier werden durchgehend metrische Maße verwendet, mit Fuß-Angaben in Klammern. Lokale Bauvorschriften legen gesetzliche Mindestmaße fest und sind bindend. Betrachte alles hier Genannte als Richtwerte, die sich in der Praxis bewährt haben, und nicht als gesetzliche Vorgaben.

So liest du Raumgrößen

Drei Räume mit zunehmender Größe im Vergleich aus der Vogelperspektive

Jeder Raum in diesem Ratgeber wird in drei Kategorien eingeteilt, da eine einzelne Zahl nutzlos wäre:

  • Kompakt. Funktioniert, erfordert aber Disziplin. Es passt nur eine einzige Anordnung und es gibt keine Alternativen.
  • Durchschnittlich. Was die meisten Wohnungen haben. Die naheliegende Anordnung passt und lässt einen freien Laufweg zu.
  • Großzügig. Genug Platz für eine freie Gestaltung oder um zwei Funktionen in einem Raum zu kombinieren.

Kompakt ist kein Makel. Die meisten Wohnungen in Großstädten haben mindestens einen kompakten Raum, und ein gut geplanter kompakter Raum schlägt einen schlecht geplanten durchschnittlichen Raum jedes Mal. Was bei einem kompakten Raum wegfällt, ist nicht der Komfort, sondern die Auswahl: Es gibt nur ein Layout, das funktioniert, und dieses zu finden, ist umso wichtiger.

Bevor du deine Räume mit den Werten hier vergleichst, solltest du sie richtig ausmessen. Unter Einen Raum richtig ausmessen erfährst du, wie das geht, einschließlich Nischen und Kaminsimsen, die einen Raum kleiner machen, als es die Hauptmaße vermuten lassen.

Wohnzimmer-Maße

Kompakte und durchschnittliche Wohnzimmer-Grundrisse im Vergleich mit maßstabsgetreuen Möbeln
  • Kompakt: ca. 3,0 x 3,5 m (10 x 11,5 ft), ca. 10,5 m²
  • Durchschnittlich: ca. 4,0 x 5,0 m (13 x 16,5 ft), ca. 20 m²
  • Großzügig: ab 5,0 x 7,0 m (16,5 x 23 ft)

Was in die jeweiligen Räume passt (das, worum es dir eigentlich geht):

Bei einem kompakten Raum passt ein Zwei- oder Dreisitzer-Sofa an die längere Wand, ein kleiner Couchtisch und ein Laufweg. Ein zweiter Sessel würde zwar physisch hineinpassen, aber den Durchgang blockieren. Die ehrlichere Wahl ist daher ein Sofa plus ein kleiner Beistellstuhl anstelle einer kompletten Sitzgruppe.

Bei einem durchschnittlichen Raum passen ein 220 cm breites Dreisitzer-Sofa, ein schräg gestellter Sessel, ein Couchtisch mit 40 bis 45 cm Abstand zum Sofa und eine gegenüberliegende Medienwand, mit etwa 90 cm freiem Laufweg hinter oder neben den Sitzmöbeln.

Bei einem großzügigen Raum passen entweder zwei Sitzgruppen oder ein Sitzbereich plus ein Esstisch. Ein Esstisch für vier Personen benötigt etwa 120 x 80 cm plus 100 bis 120 cm Freiraum auf jeder Seite, um Stühle herauszuziehen und dahinter vorbeizugehen. Ein Essbereich beansprucht also realistisch gesehen 3,2 x 2,8 m des Raumes.

Für den Fernseher gilt: Sitze etwa das 1,5- bis 2,5-fache der Bildschirmdiagonale vom Gerät entfernt. Ein 140-cm-Bildschirm verlangt nach etwa 2,1 bis 3,5 m Abstand, was in einem kompakten Raum die Vorgabe ist, die über den Standort des Sofas entscheidet.

Form schlägt Fläche

Ein quadratischer und ein schmaler Raum mit identischer Fläche und denselben Möbeln

Zwei Räume mit 20 m² können völlig unterschiedlich sein. Ein Quadrat von 4,5 x 4,5 m und ein Schlauch von 2,9 x 7,0 m haben zwar dieselbe Fläche, aber sonst fast nichts gemeinsam.

Der quadratische Raum bietet Platz für ein Sofa an einer Wand, einen Sessel an einer anderen und einen Couchtisch dazwischen, mit einem Laufweg außen herum. Der schmale Raum bietet Platz für ein Sofa an einer langen Wand und hat dann keine Optionen mehr: Stellst du etwas gegenüber auf, schrumpft der Durchgang auf unter 90 cm und der Raum wird zu einem Flur mit Möbeln darin.

Die Regel lautet, dass die kürzere Wand alles bestimmt. Ein Dreisitzer-Sofa mit 220 cm Breite plus 90 cm Laufweg benötigt 3,1 m freie Wandfläche, bevor überhaupt an andere Möbel gedacht werden kann. Jeder Raum, dessen kurze Seite unter ca. 3,0 m liegt, wird zwangsläufig der Länge nach eingerichtet, ob du das nun so geplant hast oder nicht.

Das ist auch der Grund, warum die reine Quadratmeterzahl ein schlechter Maßstab für den Vergleich von Wohnungen ist. Wenn zwei Immobilien die gleiche Quadratmeterzahl aufweisen, bietet diejenige mit den quadratischeren Räumen Platz für mehr Möbel und fühlt sich größer an, doch kein Exposé verrät dir, welche das ist.

Schlafzimmer-Maße nach Bettgröße

Schlafzimmer-Grundriss mit Doppelbett und Kleiderschrank, Abstände eingezeichnet

Das Bett bestimmt den Raum, also fange dort an.

BettStellflächeKomfortabler RaumKompakter Raum
Einzelbett90 x 200 cm2,7 x 3,0 m2,1 x 2,7 m
Doppelbett140 x 200 cm3,0 x 3,5 m2,7 x 3,0 m
Queen-Size160 x 200 cm3,4 x 3,6 m3,0 x 3,2 m
King-Size180 x 200 cm3,6 x 3,8 m3,2 x 3,4 m

Ein Doppelbett benötigt an beiden Seiten 60 bis 75 cm Freiraum und am Fußende Platz zum Vorbeigehen. Bei 60 cm kannst du bequem ein- und aussteigen und das Bett machen. Unter 50 cm wird eine Seite unpraktisch und das Bett steht praktisch direkt an der Wand.

Die Zahl, die viele vergessen, ist der Kleiderschrank. Ein Kleiderschrank ist etwa 60 cm tief, was durch die Breite eines Kleiderbügels vorgegeben ist, und benötigt 75 to 90 cm freien Boden davor, um die Türen zu öffnen und davor zu stehen. Das bedeutet, dass ein Kleiderschrank 1,5 m der Raumtiefe beansprucht. Deshalb fühlt sich ein Schlafzimmer unter ca. 7 m² mit einem Doppelbett immer eng an, egal wie man es einrichtet.

Die Position von Tür und Fenster ist oft wichtiger als die Fläche. Ein Doppelzimmer von 3,0 x 3,5 m mit der Tür in der Ecke und dem Fenster in der Mitte ist einfach einzurichten. Derselbe Raum mit der Tür mitten in der Wand und einem Heizkörper unter dem Fenster kann richtig schwierig werden, da beide langen Wände blockiert sind.

Küchen-Maße und Arbeitsabstände

Grundriss einer zweizeiligen Küche mit markiertem Abstand zwischen den gegenüberliegenden Zeilen

Küchen werden eher durch Abstände als durch die Fläche bestimmt, und die meisten Maße sind durch Küchengeräte vorgegeben, nicht durch den persönlichen Geschmack.

  • Tiefe der Arbeitsplatte: 60 cm, vorgegeben durch die Gerätemaße.
  • Höhe der Arbeitsplatte: ca. 90 cm.
  • Oberschränke über der Arbeitsplatte: 45 bis 60 cm freier Abstand darunter.

Und nun die eine Zahl, die darüber entscheidet, ob eine Küche funktioniert: der Abstand zwischen gegenüberliegenden Zeilen. 120 cm sind komfortabel, 100 cm sind machbar, und unter 90 cm wird es eng. Wenn zwei Personen gleichzeitig in der Küche arbeiten, ist das größere Maß nötig. Denke auch daran, dass Geschirrspüler, Backofen und Kühlschrank beim Öffnen in diesen Zwischenraum hineinragen. Eine Backofentür allein ragt etwa 55 cm weit heraus, sodass aus einem Abstand von 100 cm beim Öffnen sofort 45 cm werden.

Layouts und für welche Räume sie sich eignen:

  • Einzeilig: jede Breite ab ca. 1,8 m. Der Standard für schmale Räume.
  • Zweizeilig: benötigt mindestens 2,4 m Breite, um 120 cm Abstand zwischen zwei 60 cm tiefen Zeilen zu lassen.
  • L-Form: eignet sich für quadratischere Räume und lässt eine Ecke für einen Tisch frei.
  • U-Form: benötigt mindestens 2,8 m Breite, damit das Ende des U nicht zur Sackgasse wird.
  • Kochinsel: erfordert einen wirklich großzügigen Raum. Bei 60 cm tiefen Zeilen, einer 90 cm tiefen Insel und jeweils 100 cm Abstand an den Seiten muss der Raum mindestens 3,6 m breit sein, damit die Insel nicht im Weg steht.

Das Arbeitsdreieck, also der Weg zwischen Spüle, Kochfeld und Kühlschrank, ist eher eine nützliche Orientierungshilfe als ein Gesetz: Wenn diese drei Punkte grob ein Dreieck bilden, das nicht von einem Hauptlaufweg gekreuzt wird, fühlt sich die Küche beim Arbeiten effizient an.

Badezimmer-, Dusch- und WC-Maße

Grundriss eines kleinen Badezimmers mit Badewanne, WC, Waschbecken und eingezeichnetem Türschwenkbereich

Badezimmer bestehen aus festen Objekten, daher stehen die Sanitärobjekte an erster Stelle:

  • Badewanne: Standard ist 170 x 70 bis 75 cm.
  • Duschwanne: ab 80 x 80 cm, wobei 90 x 90 cm spürbar komfortabler sind.
  • Toilette: ca. 70 cm Breite, mit 60 cm freiem Platz davor.
  • Waschbecken: typisch sind 55 bis 60 cm Breite.

Daraus ergeben sich Raumgrößen von etwa 1,7 x 2,0 m für ein kompaktes Duschbad und etwa 2,4 x 2,7 m für ein Familienbad mit Badewanne, separater Dusche und Waschbecken.

Der klassische Planungsfehler ist die Tür. Eine nach innen öffnende Tür in einem kleinen Badezimmer beansprucht einen Viertelkreis von etwa 0,5 m², den man für nichts anderes nutzen kann. In einem 1,7 x 2,0 m großen Raum sind das 15 Prozent der Bodenfläche. Das ist oft auch der Grund, warum ein Badezimmer trotz ausreichender Quadratmeterzahl unmöglich einzurichten scheint. Die Lösung ist eine nach außen öffnende Tür, eine Schiebetür oder das Anschlagen der Tür auf der gegenüberliegenden Seite. Alle drei Optionen sind günstiger, als ein Abflussrohr zu verlegen.

Flure, Türen und Treppen

Flurgrundriss mit Türen, einer Treppe und markierter Flurbreite

Die Verkehrswege sind der Bereich, den man bei der Planung gerne vergisst und später bereut, weil dort die Möbel stecken bleiben.

  • Flur: 100 bis 120 cm Breite sind komfortabel, 90 cm funktionieren, fühlen sich aber eng an, wenn man etwas hindurchträgt.
  • Innentüren: typischerweise 80 bis 90 cm breit, wobei 60 cm das unpraktische Mindestmaß für Abstellkammern sind.
  • Treppen: ca. 90 cm breit, mit einer Steigung von 17 bis 19 cm und einem Auftritt von 25 to 28 cm pro Stufe. Ein gerader Treppenlauf benötigt etwa 3 m Bodenlänge.

Diese Maße sind nicht nur zum Gehen wichtig. Möbel müssen durch die Tür, um die Ecke und die Treppe hinauf passen. Der schlimmste Fall ist ein Sofa, das perfekt in den Raum passt, aber gar nicht erst dorthin transportiert werden kann. Ein 220 cm langes Sofa benötigt entweder einen geraden Weg oder einen Flur, der breit genug zum Wenden ist. Ein 90 cm breiter Flur mit einer rechtwinkligen Kurve ist meist die Stelle, an der es scheitert.

Miss die engste Stelle des gesamten Transportwegs aus, nicht nur den Raum selbst. Innentüren lassen sich meist aushängen, um zusätzliche 3 bis 4 cm zu gewinnen, was oft genau der entscheidende Spielraum ist.

Schnellreferenz-Tabelle

Referenzblatt mit Vorschaubildern von Raumgrundrissen nach Raumtyp
RaumKompaktDurchschnittlichGroßzügigDer entscheidende Abstand
Wohnzimmer3,0 x 3,5 m4,0 x 5,0 m5,0 x 7,0 m90 cm Hauptlaufweg
Doppelzimmer2,7 x 3,0 m3,0 x 3,5 m3,6 x 4,2 m60 bis 75 cm auf jeder Bettseite
Einzelzimmer2,1 x 2,7 m2,7 x 3,0 m3,0 x 3,6 m75 cm vor dem Kleiderschrank
Küche (zweizeilig)2,4 x 3,0 m2,8 x 3,6 m3,6 x 4,5 m120 cm zwischen den Zeilen
Badezimmer1,7 x 2,0 m2,1 x 2,4 m2,4 x 2,7 m60 cm vor dem WC
Esszimmer2,8 x 3,2 m3,2 x 3,6 m3,6 x 4,5 m100 bis 120 cm um den Tisch herum
Flur90 cm breit100 cm breit120 cm breitDie engste Kurve, nicht die reine Breite
Arbeitszimmer2,1 x 2,4 m2,7 x 3,0 m3,0 x 3,6 m75 cm hinter dem Stuhl

Dies sind typische Richtwerte, keine Bauvorschriften. Lokale Vorschriften legen gesetzliche Mindestmaße für Wohnräume, Deckenhöhen und Treppen fest, und diese variieren je nach Land.

Der Türschwenkbereich, der den Raum auffrisst

Zwei identische Schlafzimmer-Grundrisse: bei einem blockiert die geöffnete Tür den Kleiderschrank, beim anderen nicht

Der teuerste Fehler bei all den Themen auf dieser Seite ist nicht, einen zu kleinen Raum zu wählen. Es ist das Platzieren von Möbeln dort, wo sich bereits eine Tür befindet.

Eine 80 cm breite Tür beansprucht beim Öffnen einen Viertelkreis von etwa 0,5 m². Dieser Bereich ist unsichtbar, wenn man in einen Raum blickt, da eine Tür die meiste Zeit entweder flach an der Wand anliegt oder offen steht. Er ist auch auf Grundrissen unsichtbar, die ohne Türschwenkbereiche gezeichnet wurden. Deshalb lohnt es sich, diese Kreise selbst auf einer groben Skizze einzuzeichnen.

Die teure Variante betrifft den Kleiderschrank. Ein Kleiderschrank benötigt 75 bis 90 cm freien Platz davor, und eine Tür benötigt ihren 80-cm-Schwenkbereich. Platziert man beide an angrenzenden Wänden nahe derselben Ecke, überschneiden sich diese Anforderungen: Die Schranktür und die Zimmertür lassen sich nicht beide öffnen. Das merkt man meist erst nach der Lieferung, wenn der Schrank bereits aufgebaut ist und die alternative Wand 40 cm zu kurz ist.

Diese Prüfung dauert auf dem Papier zehn Sekunden und lässt sich mit dem bloßen Auge nicht zuverlässig durchführen. Zeichne jede Tür als Kreisbogen ein, platziere dann die Möbel und prüfe, ob etwas in diesen Bögen steht. Wenn ja, lässt sich das Problem auf drei Arten lösen: Verschiebe die Möbel, schlage die Tür so an, dass sie in die andere Richtung öffnet, oder wechsle zu einer Schiebetür. Die erste Option ist kostenlos, die zweite kostet eine Stunde Arbeit und die dritte ist immer noch günstiger als ein neuer Kleiderschrank.

Ein Raum, ausgemessen und umgestellt

Ein ausgemessener Raum, zuerst schlecht möbliert und dann umgestellt, um den Laufweg freizumachen

Ein echtes Wohnzimmer, 3,9 x 4,6 m, also 17,9 m². Nach den obigen Kategorien liegt das zwischen kompakt und durchschnittlich. Das ist der Bereich, in dem die meisten Räume tatsächlich liegen und in dem Standard-Ratgeber meist aufhören, nützlich zu sein.

Die naheliegende Anordnung, die scheiterte. Ein 220 cm langes Sofa an der langen Wand gegenüber einer Medienwand, ein Sessel in der Ecke am Fenster, ein 110 x 60 cm großer Couchtisch dazwischen. Alles passte hinein. Der Laufweg von der Tür zum Fenster verlief jedoch zwischen dem Sofa und dem Couchtisch und betrug nur 42 cm. Das reicht zwar, um über den Tisch zu greifen, aber nicht, um bequem durchzugehen. Jeder Weg zum Fenster bedeutete also, sich seitlich durchzuzwängen.

Was die Zahlen sagten. Der Raum ist an seiner kurzen Wand 3,9 m breit. Das Sofa nimmt 90 cm Tiefe ein, es bleiben 3,0 m. Die Medienwand nimmt 45 cm ein, es bleiben 2,55 m freier Abstand dazwischen. Ein 60 cm tiefer Couchtisch in der Mitte lässt zwei Durchgänge von etwa 95 cm und 100 cm zu, allerdings nur, wenn der Tisch exakt mittig steht. Er war jedoch für eine bessere Erreichbarkeit an das Sofa herangeschoben worden, was aus zwei nutzbaren Durchgängen einen von 42 cm und einen von 153 cm machte.

Das Umstellen. Den Couchtisch 30 cm vom Sofa wegzurücken, ergab 72 cm Platz auf der einen und 123 cm auf der anderen Seite. Der Laufweg verläuft nun hinter dem Tisch statt davor und ist über einen Meter breit. Der Abstand vom Sofa zum Tisch stieg von 42 auf 72 cm, was zwar an der Grenze des Bequemen liegt, sich aber durch leichtes Vorbeugen immer noch gut nutzen lässt.

Es wurde nichts neu gekauft, nichts weggeworfen, und der Raum wurde von ungemütlich zu komfortabel, indem man ein einziges Möbelstück um 30 cm verschob. Das ist das beste Argument dafür, den Raum vorher aufzuzeichnen: Die Lösung lag auf der Hand, noch bevor das erste Möbelstück durch die Tür getragen wurde.

Vergleiche deine eigenen Räume mit diesen Werten

Echtes Wohnzimmer mit über den Raum gelegten Maßlinien

Der Vergleich deines Raumes mit einer Tabelle bringt dich nur bis zu einem gewissen Punkt, da die Tabelle nicht weiß, wo sich deine Tür und dein Fenster befinden.

  1. Miss den Raum aus und notiere dir die einzelnen Wandabschnitte, nicht nur das Gesamtmaß.
  2. Zeichne ihn maßstabsgetreu mit den Türen und ihren Schwenkbereichen.
  3. Platziere die Möbel in ihrer tatsächlichen Größe und nutze dafür die obigen Maße statt deiner Erinnerung.
  4. Prüfe die Laufwege, nicht die Fläche. Alles unter 90 cm auf einem täglichen Laufweg wird dich auf Dauer stören.
  5. Betrachte den Raum auf Augenhöhe, denn 17,9 m² sagen nichts darüber aus, wie sich ein Raum anfühlt.

Das Testen eines Layouts auf diese Weise kostet nichts und erfordert kein Benutzerkonto. Das ist wichtig, denn der Sinn der Sache ist es, auch ungewöhnliche Anordnungen auszuprobieren. Der kostenpflichtige Schritt ist das fotorealistische Rendering am Ende im Rahmen eines Abonnements. Öffne den Planer und teste deinen Raum, oder sieh dir zuerst an, wie der Grundriss-Planer funktioniert. Wenn du den Grundriss von Grund auf neu zeichnen möchtest, zeigt dir Einen Grundriss zeichnen die richtige Reihenfolge. Wenn bereits ein Grundriss auf Papier existiert, erfährst du unter Vom Grundriss zum 3D-Modell, wie du ihn digital nachzeichnest.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Standardgröße für ein Wohnzimmer? +

Etwa 4 x 5 m (13 x 16,5 Fuß) ist typisch, 3 x 3,5 m ist kompakt und 5 x 7 m ist großzügig. Bei 4 x 5 m passen ein dreisitziges Sofa, ein Sessel und ein Couchtisch mit einem freien Durchgang hinein; bei 3 x 3,5 m passen ein Sofa und ein Beistellstuhl, aber keine komplette Sitzgruppe.

Was ist die Mindestgröße für ein Doppelzimmer? +

Etwa 3,0 x 3,5 m, damit ein Doppelbett von 140 x 200 cm mit nutzbarem Platz auf beiden Seiten und ein Kleiderschrank hineinpassen. Unter ca. 7 m2 fühlt sich ein Doppelzimmer immer eng an, egal wie man es einrichtet, da ein Kleiderschrank samt Stellfläche schon 1,5 m Tiefe beansprucht.

Wie viel Abstand braucht man zwischen Küchenarbeitsplatten? +

120 cm sind komfortabel, 100 cm sind machbar und unter 90 cm ist es eng. Denke daran, dass sich die Gerätetüren in diesen Zwischenraum hinein öffnen: Eine Ofentür ragt etwa 55 cm heraus, sodass ein Abstand von 100 cm im geöffneten Zustand sofort auf 45 cm schrumpft.

Wie breit sollte ein Flur sein? +

100 bis 120 cm sind komfortabel und 90 cm funktionieren, fühlen sich aber eng an, wenn etwas hindurchgetragen wird. Die Zahl, auf die es wirklich ankommt, ist die engste Kurve auf dem Weg, nicht die Breite der geraden Strecke.

Sind diese Maße Bauvorschriften? +

Nein. Es handelt sich um typische Richtwerte, die für die meisten Wohnungen gelten. Lokale Bauvorschriften legen gesetzliche Mindestmaße für Wohnräume, Deckenhöhen und Treppen fest, und diese variieren je nach Land.

Woher weiß ich, ob mein Zimmer groß genug für meine Möbel ist? +

Zeichne den Raum maßstabsgetreu, platziere die Möbel in Originalgröße und überprüfe eher die Durchgänge als die reine Fläche. Alles, was auf einem täglich genutzten Weg unter 90 cm breit ist, wird dich irgendwann stören.

Spielt die Raumform eine ebenso große Rolle wie die Fläche? +

Mehr, als man denkt. Ein Quadrat von 4,5 x 4,5 m und ein Flur von 2,9 x 7,0 m sind beide 20 m2 groß, verhalten sich aber völlig unterschiedlich. Die kürzere Wand bestimmt das Bild: Unter ca. 3,0 m wird ein Raum entlang seiner Länge eingerichtet, ob du das nun wolltest oder nicht.

Wie viel Platz braucht eine Tür zum Öffnen? +

Eine 80-cm-Tür beansprucht beim Öffnen einen Viertelkreis von etwa 0,5 m², der von nichts anderem besetzt werden kann. Zeichne jede Tür als Bogen ein, bevor du Möbel platzierst, da ein Kleiderschrank, der 75 bis 90 cm Stellfläche benötigt, und ein Türbogen an einer angrenzenden Wand miteinander kollidieren.

Ein von KI neu gestaltetes Wohnzimmer Nachher
Derselbe Raum vor der KI-Neugestaltung Vorher

Draw it, then walk it

Dein Plan, gebaut und gerendert

Zeichne den Grundriss kostenlos in deinem Browser, begehe ihn in 3D, und mit nur einem Klick wird das fertige Zuhause in deinem Stil gerendert.

Zeichne deinen Plan und sieh ihn real

Draw it free. Walk it in 3D. No signup.

Weiterlesen